Schönheit kommt, Schönheit geht

Als ich neulich aus der Bank kam, sprach mich eine Hoteliersgattin älteren Semesters mit folgenden Worten an: “Gott sei Dank habe ich deine Stimme gehört, ich hätte dich sonst nicht erkannt!“ “Warum?“ war das Einzige was ich unter Schock hervorbrachte. “Du bist ja alt geworden!“ Ihrer entsetzten Stimme entnahm ich so einen eigenartigen Unterton. Ich stieg auf mein Fahrrad und düste leicht überfordert davon.

Ok… ich bin nicht mehr Zwanzig, aber abends im Restaurant in Zermatt schätzt mich keiner über 43 – fairerweise muß ich hier gestehen, dass von Jahr zu Jahr die Beleuchtung im “Chez Heini“ etwas dunkler wird; auch ich habe so meine Tricks. Seit geraumer Zeit beobachte ich aber eine sehr eigenartige Wahrnehmung mancher Menschen in der Gesellschaft. “Oh, sehe ich gut aus, fast wie mit 18 und keiner bemerkt meine Schönheitsoperationen.“ Schrecklich…. So möchte ich dann doch nicht werden.

Am Mittwoch vor Ostern im “Chez Heini“: Wie immer begrüsse ich die Gäste im Restaurant und heisse sie herzlichst Willkommen. Am runden Tisch saßen sechs Frauen im Alter zwischen siebzig und Halleluja. Plötzlich stürzte sich eine dieser wahnsinnig gut aussehenden Damen auf mich, verküsste mich, als wäre ich ein soeben freigelassener junger Seelöwe.
Ihr  Geplapper sprudelte nur so aus ihr heraus: “Mein geliebter Dan, endlich sehen wir uns wieder, erkennst Du mich denn nicht mehr? Ich bin’s doch, Deine Adelheid aus München. Wir waren doch vor acht Jahren schon in Zermatt und bei Dir im Restaurant. Doch, Du weisst schon….. dieser legendäre Abend mit Paul, Klaus, Chantal und Doris. Legendär sage ich Dir… wie kannst Du Dich denn bitte nicht mehr daran erinnern?!“ Sie scheint vergessen zu haben, dass ich jeden Abend neue Gesichter sehe…

Obwohl ich täglich meine “Nichtvergessen“ Pille nehme bin ich froh, dass sie nicht allzu gut nützt. “Du hast Dich fast nicht verändert“, schmeichelte ich zurück. “Lieber Dan, Du weisst ja alles was zählt sind Haare, Brüste und Arsch. Früher war ich blond jetzt kastanienbraun. Es gibt ja auch diese vielen Wundercremen, die schmiere ich mir natürlich ins Gesicht und auf den Arsch. Ich glaube eigentlich sowieso nur an Botox und schwören tue ich nur auf meinen Schönheitsdoktor – denn er hat grundsätzlich immer Recht. Auch meine Brüste wurden neu aufgefüllt, darfst gerne zugreifen. “Ich muss in die Küche“, unterbrach ich Adelheid, drehte mich um und rannte wie ein benebeltes Huhn davon.

Vergesst nie liebe Leser, alles ist vergänglich – was bleibt ist die Liebe!

Herzlichst,
Euer Dan Daniell

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… passend zum Thema – mein Schönheits-Geheimtipp:

Fruchtige, erfrischende, stimulierende Gesichtsmaske:

  • Einige Erdbeeren
  • 2 Löffel Honig
  • 1 Löffel Nature Jogurt

…alles mit dem Mixstab pürieren.
Anschliessend mit einem Pinsel auf die gereinigte Haut auftragen – nach 15 Minuten abwaschen.

Wenn’s schön macht! 🙂

 

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