Unser Favorit: Skifahren mit Kindern auf Sunnegga

Wir waren schon ein paar Mal diese Wintersaison auf den Skiern – auf Trockener Steg und auf Sunnegga. Sunnegga ist ein Paradies für das Skifahren mit Kindern. In der Vorsaison bevorzugen wir die Wochentage. Dann ist es etwas ruhiger und wir können die ganze Piste nutzen. Meine Nerven werden nicht überstrapaziert, wenn Olivia ihre Linie irgendwo zieht – ohne nach oben zu schauen. An den Wochenenden kommen all die sportlichen Skifahrerinnen und Skifahrer zum Skitest nach Zermatt. Dann bin ich weniger entspannt.

Ich bin noch nicht geübt und teste jedes Mal eine andere Variante, um die ganze Skisportausrüstung zur Bergbahn zu transportieren. Mit den Kinderskiern im grossen Rucksack falle ich fast nach hinten um und sehe mich jetzt schon bei der Physiotherapeutin wieder. Im Einkaufswagen hat es hingegen viel Platz. Doch auch dieser ist etwas sperrig. Die Kinder selber tragen lassen? Sie hätten das Alter dazu… Dies wird der nächste Schritt sein. Der Aufwand ist jeweils gross bis wir mit den Kindern auf der Piste sind. Der anstrengendste Teil des Skitages ist der Weg zur Bergbahn. Sind wir einmal oben im Skigebiet angelangt, beginnt der Spass.

Unser Start des Skitages: Mittagessen 😉

Wenn wir mittwochs nach der Schule Skifahren gehen oder die Kinder am Vormittag noch Spielen, beginnt bei uns der Skitag mit dem Mittagessen. Diesen Mittwoch im Selbstbedienungsrestaurant auf Sunnegga mit Pommes, Salat vom Buffet und Rösti mit Speck. Dann machen wir uns auf ins Vergnügen.

Alles fährt Ski. Olivia ist mutig und fährt einfach drauflos. Jonas achtet darauf, dass die Piste frei ist, bevor er losfährt. Sie suchen nach kleinen Sprüngen und “Abkürzungen”. An diesem Mittwoch sind die Bedingungen perfekt. Es ist der einzige Schönwettertag dieser Woche. Auf der Eisfluh-Piste hat es eine kleine Pulverschicht. Also wird es sozusagen unser erster Pulverschneetag und die Kinder können als Erste Spuren in den Schnee ziehen. Die Piste ist relativ flach, das Tempo also moderat.

Die Bäume sind frisch verschneit, der Anblick ist eine Freude.

Wir werden vom Grosspapa begleitet. Weil Elmar Skilehrer ist, sind die Kinder und ich häufig zu dritt unterwegs. Ich bin immer froh, wenn noch eine erwachsene Person oder eine der Cousinen mitkommt. Dann sind das Aufsteigen und die Fahrten mit dem Sessellift viel entspannter. Alleine mit den beiden Kindern bin ich immer sehr gefordert und nutze lieber die Gondelbahnen.

Wir fahren zwei Mal zum Eisfluh-Lift, dann ein paar Mal nach Findeln. Auch hier finden wir Abkürzungen, Sprünge und Pulverschnee am Pistenrand. Bäume und Dächer sind verschneit, das Bild ist richtig winterlich. Natürlich wollen die Kinder noch in den Wollipark.

Bald spielt Jonas mit dem Grosspapa Pistenrettung, Olivia dreht ihre Runden auf dem Zauberteppich und trifft ein befreundetes Kind aus der Kita. Ich halte derweil einen Schwatz mit dessen Mutter und geniesse die Sonnenblicke. Am Ende sind wir alle zufrieden, haben Sonne und frische Luft getankt und machen uns auf den Weg ins Tal nach Zermatt. Olivia und ich mit der Bahn, Jonas und Grosspapa nehmen die Piste. Heute können sie bis vors Haus fahren – Ski-in sozusagen. Das ist immer eine besondere Freude.

Unser Fazit: Sunnegga-Paradise ist ideal für Familien

Die Vorteile vom Skigebiet Sunnegga für eine Familie:

  • Mit der Standseilbahn sind wir bequem und schnell oben.
  • Im Wollipark lässt es sich gut verweilen. Oft ist es hier dank der Sonne sogar wärmer als unten im Dorf.
  • Die Pisten zum Eisfluh-Lift und nach Findeln sind einfach, ebenso die Standardpiste von Blauherd nach Sunnegga. Die steile Passage kann umfahren werden.
  • Das kulinarische Angebot in Findeln ist der Hit (unsere Kinder bevorzugen jedoch meistens Chicken Nuggets mit Pommes im Selbstbedienungsrestaurant auf der Sunnegga).
  • Mit der Wollicard fahren Kinder bis neun Jahre im ganzen Skigebiet gratis Ski und können von weiteren tollen Angeboten profitieren.
  • Tipp: Der “Beginner Skipass ist gültig für Zermatt – Sunnegga, Sunnegga – Blauherd, Eisfluh, die Findelbahn und den Leisee – Shuttle. Wenn man mit den Kindern ohnehin nicht mehr Bahnen nutzt kann dieses Angebot sehr attraktiv sein.
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3 Comments

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  2. Marianne Stäger-Marock 25. March 2018 at 21:16

    Liebe Zurbriggens, wir gehören zu jenen Unterländern, die sich eigentlich in Zermatt verliebt haben. Seit 25 Jahren komme ich praktisch jeden Winter hierhin. Auch mein Mann kennt das Gebiet gut. Diesen Winter wollten wir nun zum ersten Mal mit unseren Kindern (2 und 4 Jahre) 1 Woche Ferien in Zermatt verbringen. Zermatt wirbt für seine Familienfreundlichkeit. Aber der Test hat uns vor Augen geführt, dass das für Kinder im Vorschulalter nicht stimmt. Wir haben unsere Ferien als echte Tortur empfunden.

    Die Wege in Zermatt sind lang, auch mit Wägeli zum Ziehen der Skier und Schlitten. (Den Schlitten ziehen kann man ja leider nicht. Es wird alles schwarz geräumt, oder dann Kies über die vereisten Strassen gestreut. Den Kinderschlitten kann man In Zermatt eigentlich nicht gebrauchen.) Beim Skibus angekommen, sind die Kleinen schon k.o. Dann hält der Skibus ja nicht wirklich bei der Sunnegga-Talstation, sondern 50 Meter vor dem Eingang. Und im Stollen sind es dann noch einmal 100 m zu Fuss bis zur Bahn. Auf Sunnegga angekommen heisst es wieder 50 m zu Fuss zum Zubringlift für den Wollipark. Und spätestens dann sind die 4-Jährige und der 2-Jährige, und ebenso Mama und Papa, total geschafft. Als beim Wollipark dann auch noch ein dickes Schlittelverbot prangte, war es aus mit der Freude am 1. Schneetag. Zum Glück war der Parkverantwortliche wenigstens verständnisvoll, und wir durften den 2-Jährigen im Schlitten hinter uns herziehen. Aber Tatsache ist, dass es für Kinder, die nicht skifahren, nichts im Wollipark gibt. Das Sunnegga-Restaurant ist okay, aber die Preise sind für Selbstbedienung schon recht gesalzen. Auch das mit dem Skiticket ist nicht wirklich familienfreundlich. Wenn man als Eltern wenigstens 2 Skipässe für 1 bekommen würde, den Skipass sozusagen teilen könnte, damit ein Elternteil in einer ruhigen Stunde mal etwas fahren dürfte, nicht nur auf dem Mini-Beginnersteil, sondern auch ringsherum, Zermatt würde nicht viel ärmer werden. Viel können Eltern eh nicht fahren. Das wäre eine echte, familienfreundliche Geste.

    Auch im Dorf gibt es im Winter kaum Plätze für kleine Kinder. Es gibt keinen Schlittelhang, nicht mal einen kleinen. Der Spielplatz beim Eisfeld war derart eingeschneit, dass das Vogelnest und das Riitiseili knapp benutzbar waren. Alles andere lag unter dem Schnee. Ich verstehe ja, dass es zuvor enorm viel geschneit hat. Aber Zermatt hatte ganz offensichtlich genügend Ressourcen, um zusätzlich zum regulären Eisfeld tagelang den Platzvor dem Spielplatz zu räumen, sodass dort ein weiteres Schlittschuh- und Curlingfeld entstand. Die Maschinen haben enorm gestunken und es war extrem laut. Und die Wege zum Spielplatz am Schluss auch derart eisig, dass meine betagten Eltern sich nicht mehr in die Nähe getrauten.

    Ach ja, das mit dem gratis Wohnen für kleine Kinder stimmt nicht so ganz. Jedenfalls hatten wir beim Hotel Cheminee für ein Zimmer angefragt und gestaunt, warum in der Offerte dann pro Tag Zusatzkosten von ca. CHF 25 aufgeführt waren. Gemäss Website hätten unsere Beiden noch länger nichts gekostet. Beim Nachfragen meinte der Herr am Telefon, er hätte es fair gefunden, die Zusatkosten aufzuführen, weil das Hotelpersonal ja auch das Klappbett vorbereiten und täglich wieder betten müsse… Wir haben uns dann für eine Wohnung entschieden. Negativ überrascht hat uns dann allerdings die Tatsache, dass wir am Abreisetag um 9 Uhr auschecken mussten. Das sei in Zermatt bei den Wohnungen schon fast Standard, meinte die (wirklich sehr nette) Concierge. Zugegeben, das stand bestimmt im Kleingedruckten. Aber ich wäre im Traum nicht drauf gekommen, dass Auschecken vor 10 Uhr in einem als familienfeundlich zertifizierten Skigebiet Standard sein kann.

    Unser Fazit: Zermatt mit kleinen Kindern NIE WIEDER. Und auch ohne wohl vorerst nicht mehr. Wir sind zu fest enttäuscht. Familien mit kleinen Kindern gehören ganz offensichtlich nicht ins Konzept. Auch wenn sich das Zertifikat – wer immer das vergeben hat – marketingtechnisch gut macht. Das Zertifikat für Familienfreundlichkeit hat Zermatt nicht verdient.

    Freundlich grüsst die Familie Marock

    Reply
    1. Zermatt Tourism 29. March 2018 at 16:42

      Liebe Familie Marock
      Wir bedauern es sehr, dass Sie Ihre Familienferien in Zermatt nicht geniessen konnten.
      Trotzdem hoffen wir natürlich, dass wir Sie bald wieder am Fusse des Matterhorns begrüssen dürfen.
      Alles Gute & frohe Ostertage,
      Zermatt Tourismus

      Reply

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