Unser gruseliger und aufregender Sommer auf der Hörnlihütte

Wir wollen kein Theater spielen, auch nichts singen,
sondern nur die Ereignisse von diesem Sommer auf ein Blatt bringen.
Denn davon gibt es viele zu erzählen
Da dürfen auch kleine Details nicht fehlen.

Angefangen hat alles Ende Juni als ein fast neues Team in der Hörnlihütte stand
und sich noch nicht ganz so gut zurechtfand.
Mit der Zeit wussten dann endlich auch die Neuen wie es funktionierte,
pünktlich bevor Kurt und Steffi die Nerven verlierten.

Kaum war die Hütte offen, kamen schon die schrägsten Vögel zu uns hinauf
mit Sandalen, riesigen Rucksäcken und Velohelme auf dem Kopf drauf.

Ja, langweilig wurde es uns auf der Hörnlihütte selten,
die Grampini hielten uns auf Trab mit ihren Rucksäcken und Zelten.

Als am Anfang ein Grampi spät noch die Hörnlihütte betritt,
hatte Xandi noch Mitleid und gab ihm Biscuit mit.
Doch mit der Zeit liessen auch wir das Teufelchen raus,
wenn Samira das Check-in machte, wusste man wer der Chef war im Haus.

Zu Beginn haben uns auch Matty und Celina noch Angst gemacht und wir haben geschreit,
wenn sie sagten “we heard some steps, maybe the ghosts in the night”.

Nicht selten kam es auch vor, dass es an der Hörnlihütten Türe klopfte und jemand schreit,
“Mein Kind hat die Höhenkrankheit” und schon standen wir als Mediziner bereit.

Matterhorn mit Hörnlihütte
© Hörnlihütte Zermatt Tourismus

Zu unserer täglichen Arbeit gehörte auch das Härpfel schälen,
da durfte auch die Neuigkeiten aus dem Dorf nicht fehlen.

Am meisten Freude daran hatte aber ein schwitzender Japaner der früh an der Hörnlihütten Türe klopfte
und während dem Foto schiessen mit der rinnenden Nase auf unsere Kartoffeln tropfte.

Am Mittag hiess es dann Service auf der Terrasse Tisch für Tisch,
ob viele Leute kamen wusste Delia immer am Besten und sagte “Ga gad mal ga lüege ob eper unterwägs isch”.

Dann von den Gästen Tag für Tag immer dieselben Fragen,
Laufet ier jede Tag hie ufe?” oder “Wi bringet ier di wahr uf dHütte?” konnten wir mit der Zeit nur noch knapp ertragen.
 
Aber aus Italien gab es für uns dann immer das beste Nervenbalsam,
ein Glässchen Genepy, ein bisschen Lardo Bianco und ein Stück Parmesan.

Verwöhnt wurden wir von unseren Köchen Pato und Pepe mit dem ganzen Essen,
es gab Pasta, Tiramisu, Sparerips und viele andere Delikatessen.
Doch auch das Küchenteam hatte schwierige Momente einige Male:
“Que Gazzo questo Vegi. Alora fachio uno piatto speciale.”

Helle Begeisterung unter uns herrschte, aber immer aus demselben Grund,
wenn man wieder aus dem EG schreien hörte “hei dr Heli chunt!”
Action gab es aber nicht nur des Heli wegen,
auch an Tagen wenn Kurt, unser Wetterfrosch, meinte in der nächsten Stunde gäbe noch keinen Regen.
So ging Giuseppe in diesem Wissen auf den Giro und schon nach einem kurzen Stück,
nass bis auf die Haut, zur Hütte zurück.

Wie das Wetter wurde konnte uns sowieso immer Delia am besten sagen,
auf ihre super App jedoch, wollte niemand einen Blick darauf wagen.
Denn alles was dieses App kannte war Regen alle Tage:
“Lüeget bi mier rägnets, Eifach immer mich frage”.

Auch ein paar lustige Abende verbrachten wir mit den Bergführer,
obwohl sie uns dann immer sagten “hie isches nimme wi friener
und trotzdem war es amüsant die alten Geschichten zu hören und darüber zu lachen
und dabei noch jedem einen obligatorischen Grogg zu machen.

Die Bergführer waren vor allem begeistert von unserem Fränzi aus dem Berner Oberland,
ihren Namen haben alle immer sofort gekannt.

Während die Guides die anderen noch fragten “Chani gad nomal dina Name ha?“,
fragten sie Fränzi schon “Hesch am Namittag grad es Stuck welle embrüf ga?”

Auch Missgeschicke von uns kamen diesen Sommer nicht zu kurz,
Entweder haben wir das Wasser für die Bergführer vergessen oder es steckte ein Nagel im Arm nach einem Sturz.

Alles in allem muss man aber sagen,
dass wir einen unvergesslichen Sommer erlebt haben.
Es kam auch schon vor, dass wir Zuhause in der Stube sassen
und Angst hatten auf der Hörnlihütte etwas zu verpassen.
Deshalb werden wir heute Abend mal nicht putzen,
sondern möchten die Zeit gerne nutzen.

Und dem ganzen Team ein GROSSES MERCI sagen,
obwohl sie sich jetzt wahrscheinlich gerade fragen,
was ich hier vorne erzähle und fragend die Augenbrauen nach oben ziehn,
in diesem Sinne grazie a tutti, Gracias para todo, thanks to the best Team!!

Wartet wartet es ist noch nicht vorbei,
unter uns gibt es noch zwei
die einen ganz speziellen Dank verdient haben,
ich möchte als letztes jetzt noch sagen:

Geniesst noch diesen Abend hier in Z`Mutt,
Tausend Dank an euch Steffi und Kurt!

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