Hängebrücke Furi und Spielplatz Dossen: Unser Tipp für Familien

Geschrieben von Danica Zurbriggen Lehner, Family Team

☀ Wie wird das Wetter? Sollen wir starten?

Das Wetter ist durchzogen. Seit ein paar Tagen regnet es immer wieder. Wir haben Lust rauszugehen und etwas zu unternehmen. Sollen wir es auf die Hängebrücke und den Spielplatz Dossen wagen? Meteo Schweiz sagt Sonne voraus, doch der Himmel ist noch ziemlich verhangen. Wir starten mal, mit Regenjacke sowie Sonnenbrille im Gepäck. Man weiss ja nie. Vielleicht brauchen wir beides.

👨‍👩‍👧‍👦 Furi-Hängebrücke in 45 Minuten

Wir treffen unsere Freunde Edith und Janik im Dorf und fahren mit der Gondel hoch zum Furi. Von hier laufen wir den direkten Weg zur Hängebrücke, d.h. vom Weiler Furi hoch in Richtung Furgg. Die Kinder spielen Feuerwehr und sammeln Steine, die sie auf dem Spielplatz zum Feuerlöschen benötigen werden. Sie packen ihre Rucksäcke so voll, dass sie sich gegenseitig beim Tragen helfen müssen. Nebenbei treffen wir auf freundliche Wandersleute und locken Geissen an. Die Stimmung ist ausgelassen und die Zeit vergeht im Flug. Nach dem Weiler Furi laufen wir der Piste entlang und erreichen bald den Holzstegweg, der über ein kleines Bächlein führt. Kurz danach sind wir bei der Hängebrücke angelangt. Statt der angeschriebenen 10 brauchen wir kurzweilige 45 Minuten. Was solls, wir haben Zeit und das Wetter hält.

🌁 Die Hängebrücke

Sie ist nicht ganz so luftig wie jene von Randa. Doch auch die Hängebrücke auf dem Furi ist eindrücklich. Sie führt über eine tiefe Schlucht mit tiefen Löchern. Wer nicht runter schauen mag kann seinen Blick aufs Furi und talauswärts schweifen lassen oder einfach geradeaus zum anderen Ende und dem Spielplatz hin fokussieren. Die Brücke schaukelt kaum und das Überqueren ist absolut ungefährlich.

🐿 Der Spielplatz Dossen

Auf der anderen Seite der Hängebrücke befindet sich schon der Spielplatz Dossen. Der Spielplatz ist fast ganz aus Holz gebaut, weitläufig und liegt von der Sonne geschützt im tiefen Wald. Eine sehr gut ausgerüstete Grillstelle (der «Schweizer Familie») sowie Tische und Bänke laden zum Picknicken und Cervelat bräteln ein. Die Kinder können klettern, schwingen, schaukeln. Auch manch Erwachsene überkommt die Lust um mit der «Seilbahn» zu fahren. Sind die Kinder grösser, können es sich die Eltern gemütlich machen und Neuigkeiten austauschen. Sind die Kinder kleiner, gilt es mitzuklettern. Denn die Tritte sind recht weit und das Kletterhaus hoch. Wieder vergeht die Zeit wie im Flug. Und auch das Wetter hält noch immer. 

🏡 Der lange Weg nach Hause

Irgendwann ist es Zeit zu gehen. Dieses Mal lassen wir den Gletschergarten aus. Denn wir wollen nach Schweigmatten und dann übers Moos ins Dorf laufen. Und dies zieht sich. Die Kinder kommen nicht so schnell voran. Statt runter zu laufen klettern sie lieber auf Steine und suchen Abkürzungen, die sich als Umwege entpuppen. Wir versuchen sie mit einem Eis im Restaurant Alm zu mehr Tempo zu motivieren. Denn das Wetter schlägt nun um. Es beginnt zu regnen, hört wieder auf, wird nun wechselhaft. Der Laune der Kinder tut dies keinen Abbruch. Wir erreichen Zermatt – nach einer Glacépause im Alm und ein paar echten Abkürzungen im Moos- am frühen Abend.

🌲 Der Lärchenwickler macht den Sommer zum Herbst

Unser Ausflug fand anfangs Juli statt. Doch wir wähnten uns bereits im Herbst. Schuld daran war nicht nur der Nebel, sondern auch der Lärchenwickler: ein Schmetterling, der sich alle acht bis zehn Jahre in den Lärchenwäldern des Alpenraums massenhaft vermehrt. Seine Raupen ernähren sich von den frisch spriessenden Nadeln, die in der Folge im trockenen Bergklima verdorren. Dauerhaft schadet dies den Lärchen nicht. Noch im gleichen Sommer kann der Baum ein zweites Mal Nadeln austreiben. Dadurch fehlen dem Baum allerdings wichtige Reservestoffe. Im nächsten Frühling sind die Nadeln dann kurz und hart. Die Raupen finden darin nicht genügend Nährstoffe und gehen zugrunde. Während der Massenvermehrung jedoch sind die Lärchenwälder im Juni und Juli braun (Quelle: NZZ vom 17.02.2008[1]). Was zwar nicht schön anzusehen ist, dem Wald aber auch nicht schadet.

Unser Fazit

Die Hängebrücke beim Furi und der Spielplatz Dossen sind ein toller Familienausflug. Der Weg zur Hängebrücke ist kurzweilig, die Hängebrücke eine Attraktion. Der Spielplatz ist hübsch angelegt, toll zum Picknicken und Verweilen. Meines Erachtens eignet sich der Spielplatz vor allem für Kinder ab 4 Jahren, die schon geübt im Klettern sind. Ansonsten muss man ständig hinterherlaufen. Was ich nicht so entspannend finde.

Mehr Informationen: https://www.zermatt.ch/Media/Wanderungen-Touren-planen/Haengebrueckenweg-Furi

 

 

[1]https://www.nzz.ch/braune_laerchenwaelder_im_sommer-1.672447

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