Peter Zimmermann: Sommelier, Director of Food & Beverage

Peter Zimmermann ist Genussmanager und Sommelier des Jahres 2023. Von der Heissen Schoggi bis zum Glas Wein oder dem Cocktail in der Bar sorgt er dafür, dass die Gäste geschmacklich begeistert und überrascht werden.

Angaben zur Person:

Name: Peter Zimmermann 
Beruf: Sommelier, Restaurantmeister, Director of Food & Beverage
Tätig auf diesem Beruf seit: 2007
Aktueller Betrieb: Grand Hotel Zermatterhof

Ein Portrait von Peter Zimmermann
Peter Zimmermann, Sommelier des Jahres © Peter Zimmermann

7 Fragen an Peter:

Warum liebst du deinen Job und was macht ihn aus? 
Nichts ist so stetig wie der Wandel. Ich kann meinen Tag perfekt durchplanen und habe am Abend nichts davon erledigt, den dieser Beruf dreht sich nur um den Menschen: Als Gast und Mitarbeiter. Diese überraschen einen täglich mit grossen und kleinen Herausforderungen. 
Wenn ich in den Weinkeller des Grand Hotel Zermatterhof gehe, ist das wie in einem Fotoalbum zu blättern. Alle Weine die dort lagern, habe ich ausgesucht und eingekauft 🥂. Jeder hat eine Geschichte, die mit mir verbunden ist. Ich spiele oft mit dem Gast. Das liebe ich. Ich frage ihn also nicht, was er sich vorstellt oder trinken möchte, sondern was er gerne zu Hause trinkt. Ich frage ihn nach seiner Herkunft und vielleicht auch, was er ausgeben möchte. Ich rede mit ihm über seinen Tag und versuche mich in ihn reinzuversetzen. Dann gehe ich in den Keller und serviere ihm eine Flasche, die er sich nie ausgesucht hätte. Welche aber in diesem Moment, in dieser Stimmung, zu diesem Essen und seinem Geschmack perfekt passt. Das begeistert.

Wie lange dauert es eigentlich, Sommelier zu werden? Wie funktioniert die Ausbildung? 
Abgesehen von der schulischen Ausbildung, welche man abschliesst, ist man nie ausgelernt. Es dauert ein Leben. Jedes Jahr werden die Karten neu gemischt. Die Regionen verändern sich mit dem Wetter. Neue Rebsorten finden ihren Weg. Besitzer wechseln. Man muss ständig am Ball bleiben. In der Ausbildung arbeitet man im Weingut, im Weinkeller sowie im Restaurant. Man verkostet viel in der Schule, gerne 150 Weine am Tag. Spirituosen🥃, Wasser und Bier 🍺 gehören auch dazu und man hat viel Erdkunde, Biologie, Chemie sowie Weinbaugeschichte.  

Peter Zimmermann auf einer Tour in den Bergen
Peter Zimmermann in den Bergen © Peter Zimmermann

Das Wallis ist ein bekanntes Weinanbaugebiet. Hat dieser Aspekt bei deiner Wahl des Arbeitsplatzes eine Rolle gespielt?
Der Schweizer Wein spielte in meinem Leben zuvor keine grosse Rolle. Als ich den Zermatterhof besichtigt habe, sah ich das Potential des Hauses und seiner Restaurants. Ausserdem gab man mir die Chance, einen Keller aufzubauen mit einer Weinkarte, welche bereits zur besten Schweizer Wein Weinkarte, sowie der Zweitbesten Weinkarte in der Kategorie Gourmetrestaurants ausgezeichnet worden ist. Nach nur 5 Jahren. In der Weinwelt ist das sehr kurz.  

Was machst du in deiner Freizeit in Zermatt? 
Skifahren und Bergtouren. Im Sommer habe ich die Spaghetti Tour gemacht. Atemberaubende Landschaften, eine Ruhe, welche man nur dort oben kennt. Ich koche gerne und probiere Weine, welche ich noch nicht kenne dazu aus.  

Peter Zimmermann auf einer Bergtour
Monte Rosa Gletscher © Peter Zimmermann

Was sollten alle, die Zermatt besuchen, gesehen oder erlebt haben?  
Bei mir geht es immer um Wein🍷. Deshalb sollten sie bei ihrem Besuch auf dem Berg die Altitude-Wines besuchen. Ein weltweit einmaliges Projekt. Es gibt an Sechs Standorten je 12 Flaschen, welche dort 12 Monate den Harten Bedingungen des Berges ausgesetzt sind. Nach 12 Monaten werden sie dann bei einem Dinner getrunken und man sieht, ob es die Weine geschafft haben oder nicht. Für Weinliebhaber und Freunde der Berge ein Muss.

Im Weinkeller des Grand Hotel Zermatterhof lagern bestimmt einige edle Tropfen. Wie darf man sich diesen vorstellen?
Es gibt Weine, von denen viele, auch Profis, gar nicht wissen, dass es sie gibt. Sie sind für kein Geld der Welt zu kaufen, sondern nur durch persönliche Kontakte, Freundschaften und gute Beziehungen zu bekommen. Das gibt es auch im Wallis. Manche Winzer sind inzwischen meine Freunde, das hilft natürlich. Das bedeutet aber nicht, dass diese Weine immer sehr teuer sein müssen. Aber immer sind sie sehr gut.  

Zermatt ist für mich…
Understatement!

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