Jonas Lauber: Lokführer

Ich bin seit 2012 Lokführer bei der GGB/MGB. Dort fahre ich die Züge auf den Gornergrat sowie die Shuttlezüge zwischen Täsch und Zermatt

Angaben zur Person:

Name: Jonas Lauber
Beruf: Lokführer
Tätig auf diesem Beruf seit: August 2012
Aktueller Betrieb: Gornergrat Bahn

Ein Leben als Lokführer

Was machst du beruflich?
Ich bin seit 2012 Lokführer bei der GGB/MGB. Dort fahre ich die Züge auf den Gornergrat sowie die Shuttlezüge zwischen Täsch und Zermatt

Jonas Lauber - Lokführer
Ein Zug der Gornergrat Bahn auf der Findelbrücke ©Jonas Lauber

Warum liebst du deinen Job, was macht ihn aus?
Da gib es vieles. Die Berge, die Menschen, die Technik der Züge und Bahn allgemein. Auch ist der Beruf Lokführer GGB für mich ein Teil der Geschichte meiner Familie. Mein Ur-Ur-Ur Grossvater war Anfang 1900 bereits Lokführer bei der GGB. So war es für mich schon früh klar, dass ich einmal im Leben einen Zug dort hochfahren möchte. Als ich dann das erste Mal im Führerstand der «Grossmutter», der Lok 3003, also einer der Loks von 1898 stand, ging für mich ein Traum in Erfüllung.

Auch sind es die frühen oder späten Dienste, die wir haben. Jeder der am frühen Morgen oder am späten Abend einmal in den Bergen unterwegs war, kann mir da sicher zustimmen. Die Ruhe und die Abgeschiedenheit lassen einen die Welt anders wahrnehmen. Es hat fast schon etwas Meditatives.

“Als Fotograf reizt mich natürlich auch die vielseitige Natur,
die ich dort sehen und erleben darf.”

Jonas Lauber - Lokführer
Das Matterhorn umgeben von Sternenhimmel ©Jonas Lauber

Warum genau Zermatt?
Zermatt war bei uns in der Familie schon immer sehr präsent. Mein Vater arbeitet dort, wir haben dort Familie und wir waren auch jedes Jahr dort Skifahren. So wurde Zermatt für mich ein bisschen Heimat, auch wenn ich als «Täschi» in St. Niklaus aufgewachsen bin.

Was ist dein nächstes grosses Projekt, oder welches Projekt hat für dich eine spezielle Bedeutung?
Seit einiger Zeit habe ich ein Projekt am Laufen, bei dem ich versuche, das Matterhorn aus anderen Perspektiven zu zeigen. Wenn man sich im Internet Fotos vom Matterhorn anschaut, sind es immer wieder dieselben Fotos, von denselben Orten aus aufgenommen. Dabei hat der Berg so viel mehr zu bieten. Meistens gehe ich dafür an bekannte Fotospots und verschiebe mich nur um einige hundert Meter. Das reicht bereits, um eine komplett neue Ansicht zu erhalten. Mit meinem Foto «Railway to heaven» ist mir das, glaube ich, besonders gut gelungen. Nur 200 Meter entfernt und schon sieht der Berg ganz anders aus.

Jonas Lauber - Lokführer
Mit diesem Foto hat Jonas kürzlich Platz 1 beim CEWE Fotowettbewerb geholt. ©Jonas Lauber

Bei meinem nächsten Projekt möchte ich versuchen, unseren Gästen das Fotografieren näher zu bringen. Immer wieder sehe ich Leute mit der besten und teuersten Kameraausrüstung, die enttäuscht sind, weil ihre Fotos nicht aussehen, wie sie sich das vorstellen. Mehr verrate ich darüber aber noch nicht. 😊

Was machst du in deiner Freizeit in Zermatt?
Wenn ich in meiner Freizeit in Zermatt bin, gehe ich meistens wandern. Selbstverständlich immer mit meiner Kamera «bewaffnet». Oft auch einfach so mal irgendwo «Obudir» Mittagessen, allein oder auch mit meiner Familie.  Im Winter gehe ich auch oft mit meiner Familie Schlittenfahren oder durchs Dorf wandern.

Was sollte jeder, der Zermatt besucht, gesehen oder erlebt haben?
Den Gornergrat, Sunnegga oder das Kleine Matterhorn. Kurzum die Bergwelt oberhalb des Dorfes.

Zermatt ist für mich…
…der Beweis, dass man mit Pioniergeist und harter Arbeit Grosses erreichen kann.

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